Josef Glück

Von | 1. Juni 2022

Josef Glück
(4.7.1905 Haardorf (heute: Osterhofen)-18.3.1978 München), Fachlehrer für Glasgravur an der Glasfachschule Zwiesel, 1934-45 Kreisleiter Regen-Grafenau, 1936-45 Bürgermeister Zwiesel.
Josef Glück ist ein Beispiel dafür, dass es auch für einen Kreisleiter in Regen-Grafenau, der noch dazu bis 1945 Bürgermeister zuerst von Regen, danach in Zwiesel war, im „Dritten Reich“ weitere unerhörte Aufstiegsmöglichkeiten gab. Noch dazu, wenn er bereits 1923 erstmals zur NSDAP gestoßen war, wie Franz X. Keilhofer nachweist. 1940 schloß sich Glück der Waffen-SS an, war 1942 führend beteiligt an Massenexekutionen in Luzk. Ein zweiter Höhepunkt seines verbrecherischen Wirkens war 1944 sein Einsatz als „Deutscher Berater“ im norditalienischen Udine. Nach 1945 schlug er sich mit wechselnden Tätigkeiten durchs Leben, dabei immer wieder von Holocaustüberlebenden attackiert. 1973 wurde Glück für dauernd verhandlungsunfähig erklärt.
Beschrieben in:
– THT 13, S. 134-158

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