Oskar Stäbel

Von | 29. Februar 2020

Dr. Oskar Stäbel
(1901-1977) 1931 Dr.-Ing., 1930 NSDAP, 1933-34 Bundesführer NSDStB und Führer der DSt, 1933 Oberste SA-Führung, Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure; nach dem Zweiten Weltkrieg Organisation Gehlen, später BND
Oskar Stäbel war Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg und anschließend bei mehreren Freikorps und von Anfang an antisemitisch engagiert. Als schließlicher Bundesführer der NS-Studenten war er ab 1933 Mitglied der Obersten SA-Führung (zuletzt: SA-Oberführer) und bis 1945 Mitglied des Reichstags. Wohl im Gefolge des sog. „Röhmputsches“ verlor er zwar die meisten seiner Parteiämter, wurde aber ab 1934 als stellvertretender und ab 1936 als Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure gut entschädigt. Nach 1945 behauptete er, keinerlei Schuld auf sich geladen zu haben. An seinem Fall zeigt Katharina Müller aufgrund diverser Widersprüche „die allgemeine Unzulänglichkeit der Entnazifizierungsverfahren“ auf. Stäbel konnte ab 1956 leitender Mitarbeiter bei der Organisation Gehlen, danach offenbar auch beim Bundesnachrichtendienst werden.
Beschrieben in:
– THT 8, S. 371-383

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